»Warum hast du kein Taxi genommen?« ist ein Film über die kleinstmögliche Form der Gesellschaft – die Familie. Eine Charakterstudie über einen Vater, der seinen Sohn verpasst und über einen Sohn, der aus Angst, seinen Vater zu verlieren, bis zum Äußersten geht. Es ist ein Kurzdrama über zwei Menschen, die etwas verheimlichen. Es geht um die Angst vor Abweisung und die Unfähigkeit Fehler einzugestehen. Es beschäftigt sich mit der Schwierigkeit, Emotionen in Worte zu fassen und dem Wunsch, verstanden zu werden. Es geht um Stolz und Scham und um das Eingeständnis der eigenen Verletzlichkeit. Bei der Geschichte interessiert mich in erster Linie die Vater-Sohn Beziehung und die darin enthaltene Sehnsucht nach einem idealisierten Vater. Aber auch was ein Defizit an spürbarer Väterlichkeit für Auswirkungen auf uns haben kann. Ich möchte zwei Charaktere auf eine Reise schicken und untersuchen, was passiert, wenn äußere Umstände sie dazu bewegen, ihre gewohnten Umlaufbahnen zu verlassen und was dadurch möglich wird – oder unmöglich bleibt.